Die Musikgesellschaft und ihre Geschichte

Am 14. Juli 1902 versammelten sich in Wynigen-Bädli 14 Trompeter zur Gründung einer Musikgesellschaft. Die Namen der Gründer sind uns aus dem noch vorhandenen Protokoll bekannt.

Leuenberger Johann, Dirigent Grau Ulrich
Schrag Gottfried, Präsident Jost Gottfried
Brand Fraz, Vicepräsident Kohler Franz
Lüdi Ernst, Sekretär Leuenberger Ernst
Hug Gottfried, Kassier Lüdi Albert
Burkhalter Hans, Materialverwalter Sollberger Fritz
Bichsel Gottfried Wälchli Adolf
Burkhalter Jakob Wälchli Fritz
Friedli Gottfried Wälchli Gottfried

In der Folge wurde im Bädli und auf der Strasse fleissig geprobt um an Auftritten und Präsentationen das so dringend benötigte Geld zur Anschaffung von Musikalien und Instrumenten zusammenzubringen. Auch wurden Passivmitglieder in den Verein aufgenommen. Notabene zu einem Passivmitgliederbeitrag von Fr. 3.-- pro Jahr. So konnte 1903 das erste Schlagwerk erstanden werden, das man persönlich bei den Herren Hirsbrunner in Sumiswald per Fuhrwerk und in grossem Schneegestöber abholte. Bereits 1904 begann man mit der Ausbildung von Jungbläsern durch den Dirigenten. 1907 wurde die erste Uniform beschafft und die Anzahl Mitglieder war auf 20 angewachsen.

Während der Kriegsjahre war die musikalische Tätigkeit sehr eingeschränkt. Aber trotzdem fanden Proben und Auftritte statt. Die erste Vereinsfahne wurde 1931 angeschafft und am 5. Juli 1931 auf dem Oberbühlknubel unter Mitwirkung des Männerchors eingeweiht. Der Zweite Weltkrieg brachte wiederum Turbulenzen ins Vereinleben. 1941 konnte das Übungslokal im umgebauten Uhlmannhaus bezogen werden. Im Jahre 1949 wurde eine neue Uniform beschafft und 1951 nahm die Musikgesellschaft erstmals an einem Kantonalen Musikfest in Langenthal teil.

Zum 50-jähreigen Bestehen der Musikgesellschaft Wynigen 1952, waren noch 5 der 14 Gründungsmitglieder am Leben. 1966 konnte der Verein neue Instrumente in Empfang nehmen. Im Mai 1971 anlässlich des Emmentalischen Musiktages in Wynigen konnte die dritte Uniform in der Vereinsgeschichte eingeweiht werden. Im gleichen Jahr wurde zum ersten Mal ein Eidg. Musikfest besucht. Mit 45 Mitgliedern reiste man nach Luzern und erzielte in der 3. Klasse mit der sinfonischen Skizze "Im Frühjahr" von Stephan Jäggi ein sehr gutes Resultat. Zugleich mit der Jubiläumsfeier 75 Jahre Musikgesellschaft Wynigen wurde 1977 die neue Vereinfahne eingeweiht. Grosse Diskussionen wurden 1980 geführt. Es ging darum, die Musikgesellschaft Wynigen in eine Brass-Band umzuwandeln. Dank grosser Voraussicht einiger Mitglieder kam es damals nicht wo weit und somit sind auch heute noch Holzinstrumente im Verein vertreten. Im selben Jahr konnte das neue Übungslokal im Turnhallenneubau bezogen werden 1981 fiel zum ersten Mal nach 34 Jahren, die Mitwirkung am Neujahrsgottesdienst aus. Dies infolge Krankheit des Dirigenten.

Um klassischen Stücken mehr Boden zu verleihen, wurden 1982 zwei Kesselpauken angeschafft. Mit der Neuinstrumentierung 1989 war die Zeit der gelben Instrumente abgelaufen und die Musikgesellschaft präsentierte sich von nun an in Silber. Ab der HV 1994 werden neueintretende Mitglieder sofort und nicht mehr wie anhin, erst nach einem Jahr rückwirkend, in den Verein aufgenommen. 1998 beschliesst man auf den Jahrtausendwechsel 1999/2000 ein grosses Fest mit Neuuniformierung durchzuführen. 1999 nimmt die Gesellschaft am Kant. Musikfest in Huttwil teil. In der 3. Stärkeklasse erzielte sie nicht gerade das Resultat ihrer Erwartungen.

Der Silvester 1999 und das Neujahr 2000 sind in der Geschichte der Musikgesellschaft zu Meilensteinen geworden. Nach einer grandiosen Silvesterparty wird am Neujahrstag 2000 die vierte Uniform der Musikgesellschaft eingeweiht. Das Jahr 2001 stand ganz im Zeichen der Musikreise nach Tübingen-Bühl in Deutschland. Hatte die Musikgesellschaft doch 2 Konzerte à je ca. 1 Stunde zu bestreiten. Diese Reise wurde zum Vollen Erfolg und zu einem grossen Erlebnis.

2002 konnten wir 100 Jahre Musikgesellschaft Wynigen feiern. Das zweitägige Jubiläumsfest vom 6. und 7. Juli 2002 bleibt uns allen in bester Erinnerung. Speziell zum Jubiläum wurde eine Festschrift verfasst.

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